Obedience

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Border Collies

Obedience - Die hohe Kunst der Zusammenarbeit

 

Eigentlich hatte ich gar keine Obedience Ambitionen, doch dann kam Bo :-)

Geplant hatte ich "nur" eine solide Grundausbildung, mit der man sicher und freudig eine Begleithundprüfung bestehen kann. Inspiriert von Anna und ihrem Bo-Halbbruder Adato, zudem um einige Erfahrungen reicher, was die Ausbildung von Hunden angeht, baute ich alle Unterordnungselemente mit dem Clicker auf. Bo legte ein enormes Tempo beim Erlernen der Fußarbeit an den Tag und ich fand Gefallen an der Möglichkeit immer und überall trainieren zu können. Und so hatten wir dann auch recht schnell Obedience mit auf dem Plan.

 

Bo hat es mir gerade in diesem Bereich immer leicht gemacht. Sie arbeitet mit so viel Freude und Schnelligkeit, dass wir nach nur einem Jahr Obedience unsere erste Prüfung Klasse 3 laufen konnten und diese mit 277,5 Punkten und einem Vorzüglich bestehen konnten. Unser erstes Obedience Turnier war allerdings ein Desaster, was sicherlich nicht an Bo lag, sondern vielmehr an dem, was ich geübt hatte. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass wir zu dem Zeitpunkt noch keine Obedience Abteilung in unserem Verein hatten, ich noch nie ein Obedience Turnier gesehen hatte, ich alle Übungen allein aufgebaut habe und noch nie ein Obedience Seminar besucht hatte. Eine doofe Idee von mir!

 

Keine Ahnung und kein Plan wie so ein Turnier abläuft, war ich mir aber ziemlich sicher, dass wir die einzelnen Übungen perfekt beherrschen und reif für unsere ersten Turniere sind. Allerdings hatte ich nie mit Pylonen auf dem Platz geübt und so steckte Clicker-Bo während der Freifolge ganz cool die Nase in so ein Hütchen ... vielleicht war das ja auch eine Übung ;-)

Zudem hatte ich mir auch keine Gedanken gemacht, dass es vielleicht mal etwas länger dauern könnte, bis so eine Übung anfängt. Geübt hatte ich halt Grundstellung und los geht's. Und dann stand da plötzlich so ein Steward, der Aufgaben erklärt hat und gefragt hat, ob wir bereit wären. Das hatte zur Folge, dass Bo etwas uneinsichtig war, dass man warten muss bevor es losgeht. So hüpfte sie neben mir auf und ab, bellte fröhlich rum und war bestens gelaunt. Hier raten wir mal allen Erststartern: "Schaut euch ein Obedience Turnier in aller Ruhe an. Besucht ein Seminar und sucht euch Trainings-Partner mit Turniererfahrungen!" *grins*

 

Um einige Erfahrungen und ein Seminar bei Brigitte Lange reicher, liefen Bo und ich 4 Monate später erneut eine Beginner und starteten unseren Durchmarsch in die Klasse 3. Wer so schnell das angestrebte Zeil erreicht, steht oftmals ohne Perspektiven vor dem Ziel und so rückte Obedience in den Hintergrund und ich habe mehr Wert auf die Agility-Starts gelegt. Nach einer längeren Turnierpause im Bereich Obedience und mit Flausen im Kopf, was das Umstellen von Bo's Richtungsapport angeht, habe ich erst mit Üsy und den neuen Trainingspartnern Anne, Sonja und Danny den Weg zurück zu Obedience Turnieren gefunden.

 

Mit Üsy starte ich derzeit in der Klasse 2 und Hummel bereitet sich gerade auf ihren ersten Start in der Klasse 1 vor. Aufgrund meiner beruflichen Situation und der leider nicht ausreichenden Freizeit für die Ausbildung und Arbeit mit 3 Hunden in allen Hundesportbereichen, hat Danny die Bo im Jahr 2013 im Obedience geführt. Nach 3 Turnierstarts haben die Zwei, die sich nur hin und wieder für das gemeinsame Training gesehen haben, für die BSP 2013 qualifiziert. Bei extremer Hitze und trotz 2 Nullrunden haben die Zwei eine sehr schöne Leistung gezeigt und konnten die Prüfung mit dem Werturteil Gut bestehen :-)

Mit neuen Perspektiven, einer neuen Trainingsmöglichkeit und mit tollen Hunden an meiner Seite, hat die Obedience-Szene mich wieder voll und ganz in ihren Bann gezogen und so habe ich Anfang 2013 meine Ausbildung zur Obedience-Leistungsrichterin begonnen. Im Februar 2014 habe ich diese mit Erfolg bestanden und bin neben meinen gelegentlichen Starts bei Obedience-Turnieren auch als Leistungsrichterin unterwegs.

 

Inzwischen wurde auch Michel ein wenig von dem Obedience-Virus befallen und so führt er seit 2014 die Bo in der Klasse 3 und auch dieses Team durfte gleich in der ersten gemeinsamen Saison zur BJSP 2014 nach Brilon fahren. Auch wenn es für Beide nicht zum Bestehen gereicht hat, haben sie eine tolle Leistung gezeigt und ihr Bestes gegeben. Ich glaube, wir sehen die Zwei auch in Zukunft noch das ein oder andere Mal auf einer Obedience Prüfung ;-)

 

© 2015 - 2017 Silke Heemann

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